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WERTHAM, Memories from the pigsty

Memories from the pigsty

T069

Artist: WERTHAM
Label: Tesco Germany
12/1/08 MP3 (320 kbit)
USD 10.25 Buy Gift Item

WERTHAM is the solo project of Marco Deplano, Italian mastermind of Mediterranean cinematic post industrial/folk combo FORESTA DI FERRO and active collaborator of numberless sound and visual projects spawning from post industrial culture to punk/hardcore. After more than 10 years of wait and a fistful of smaller releases, "Memories from the pigsty" is the first full length CD, displaying a sound rooted in a mix of full frontal power electronics and industrial music with a plethora of samples and very aggressive vocals. All words and lyrics should be interpreted as a real life diary which paints human landscapes describing domestic violence, white trash mentality, ghetto culture and street life in general. A real breakthrough for the Italian power electronic industrial scene, long overdue manifesto of Marco Deplano.( Tesco 069) REVIEW BLACK MAGAZIN! Das neue Album von WERTHAM, bei dem auch JOHN MURPHY, FORESTA DI FERRO, DEATH FACT INTERNATIONAL und THEE GREY WOLVES beteiligt waren, zumindest als „sound sources“, erscheint in einem recht schmucken, schwarzen Digipak. Das Cover ziert, wie ich meine, ein Ausschnitt aus einer Installation, die sich im Jüdischen Museum in Berlin befindet, allerdings findet sich in dem ansonsten recht ausführlichen Booklet kein Hinweis auf die Quellen der Grafiken. Wenn man sich zunächst einmal den ausführlichen Text in dem beiliegenden Heftchen durchliest, schlägt einem eine Tirade aus Hass und Verachtung entgegen, die der Verfasser wohl vor allem den Bewohnern Londons (und eben nicht denen von Suffolk) entgegenbringt, welche allerdings ganz gut zu der alles andere als zartbesaiteten oder vor Philanthropie triefenden Musik passt. Und diese ist ganz und gar nicht von schlechten Eltern. Es geht recht lärmig los und manchen könnte es gewiss etwas schwindlig werden, bei dem, was da aus den Boxen läuft. Eine Stimme, die womöglich vor Zynismus trieft, trägt ihr Übriges dazu bei einem klar zu machen, um was bei „Chavland“ geht. „Pigsty“ wird dann sogar noch etwas aggressiver und das hängt nicht nur daran, dass hier wirkliche „Schweinesamples“ verwendet werden – hier wird in schönster Power Electronics Manier über strukturierten Noise gebrüllt, wie es sich gehört, bzw. wie man es gerne hört. In dieser musikalischen Richtung bewegt man sich dann auch, wobei der Rausch- und Krachfaktor immer relativ hoch bleibt. Erst bei „Brand New Toy“ wird dann zumindest am Anfang das Tempo rausgenommen, wenn es dann aber mit Störfrequenzen und der verzerrten Stimme losgeht, also wer da nicht an ANENZEPHALIA („final pulse“?) denken muss, ich weiß es nicht. Klasse Stück. Es folgt mit „Essex Girl“ ein „Lied“, bei dem ein Telefongespräch eben jenes „Girl“ mit stellenweise recht unheimlichen Sounds garniert wird und man ahnt: Auch jenem „Girl“ wünscht dieses Album nichts Gutes. Zum Ende wird dann bei „Nil by Mouth“ noch mal das Tempo erhöht und ordentlich skandiert – und man hat sich gewiss einiges an „filth“ angehört und es womöglich doch sehr genossen. Meiner Ansicht nach die bisher beste Veröffentlichung von WERTHAM. 8,5/10 (KMF) REVIEW: IKONEN MAGAZIN Der Mailänder Multi-Genre-Musiker Marco Deplano zeichnet gleich für mehrere Projekte des postindustriellen Underground verantwortlich. Die deutlichste Spur hat er zweifellos mit der Ritual-Neofolk-Band Foresta di ferro hinterlassen. Sein persönlichstes Projekt jedoch ist die beinharte Power-Elektronics-Ausgeburt Wertham, die seit Jahren auf zahlreichen Festivals ihr Unwesen treibt und die Welt mit verstörenden Collagen, aggressiven Thesen und zerrenden Frequenzen irritiert. Nach Jahren des Underground-Kleinstauflagen, Tapes und Compilations bringt das deutsche Label Tesco nun endlich einen ersten Konzept-Longplayer heraus, der mit dem Titel "Memories from the Pigsty" eine deutliche Richtung vorgibt. Die Welt als Schweinestall, Europas White Trash Unterschichten vereinigt und kollektiv in den Schmutz getreten - "Memories" ist kein humanistisches Manifest. Der mit Whitehouse-Härte aufwartende Track 2 prescht rücksichtslos nach vorn und lässt die Schweine selbst quiekend zu Wort kommen. Verzerrte und verhallte Vocals intonieren "Pigsty!" wie in einem Gebet des Hasses. Werthams Sounds sind für die finstersten Stunden, auf einer nächtlichen Autofahrt durch - sagen wir Frankfurt, geblendet von Müll und Niedertracht. Inspiriert hat diese Tiraden - davon zeugen die Texte im 'liebevoll' gestalteten Booklet - eine Reise nach London. Persönliche und zutiefst subjektive Beobachtungen münden in einen betäubenden Kulturpessimismus. Das Europa einer Neuen Armut grüßt. Und wir sind noch lange nicht am Ende angekommen... Auch daran erinnert Wertham. Ein gefährliches und böses Werk. Auf seine spezielle Weise einfach großartig.


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01 - (27-12-199) Chavland (5:19) Play Buy USD 1.20
02 - Pigsty (5:39) Play Buy USD 1.20
03 - Born to raise hell (5:43) Play Buy USD 1.20
04 - Red bricks (6:00) Play Buy USD 1.20
05 - Thy kingston come (4:50) Play Buy USD 1.20
06 - Brand new toy (4:12) Play Buy USD 1.20
07 - Essex girl (5:02) Play Buy USD 1.20
08 - (17-7-2002) Nil by mouth (4:18) Play Buy USD 1.20

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